Okt
3
2007
Tag der deutschen Einheit
Einigkeit und Recht und Freiheit – vor 17 Jahren wurde wieder zusammengefügt, was nach dem zweiten Weltkrieg getrennt wurde. Haben sich Osten und Westen angenähert in dieser Zeit? Nach dem gefühlten Ausverkauf des Ostens haben die Ostdeutschen immer noch sehr viel Skepsis gegenüber den Westdeutschen. Viele junge Menschen sehen im Osten von Deutschland wenig perspektive und ziehen dahin in den Westen. Dadurch bleiben Ältere und Arbeitslose zurück. Dies führt zu sozialen Brennpunkten.
Aber es gibt auch gegenteiliges. Jenoptik oder auch VW haben z.B. in Ostdeutschland neue Arbeitsplätze geschaffen. Besonders die gläserne Fabrik von VW war sehr publik in der Presse. Das muss 1998 gewesen sein, also vor 9 Jahren.
Die Bilanz ist also gemischt. Meiner Meinung nach sollte es nach der Wiedervereinigung gut 60 Jahre dauern bis die gröbsten Anpassungen zwischen Westdeutschland und Ostdeutschland geschehen sind. Warum so lange? Die Einstellungen der Menschen denke ich passen sich nicht an, da diese teilweise sehr tief verankert sind. Das SED Regime hat die Menschen doch stark geprägt, was auch nicht verwunderlich ist. Auch wir Westdeutschen hätten einen gefühlten Kulturschock hätten wir in den Kommunismus gewechselt. Erst wenn eine Generation heranwächst, die von diesem Gedankengut befreit ist, ist der Weg frei wirklich Neues zu schaffen.
