Sep
28
2007
Geld an der Börse gewinnen
Seit 1995 lege ich in Wertpapieren an, lange schon vor der Zeit des “Neuen Marktes.” Den richtigen Hype und Niedergang habe ich mit allen Höhen und Tiefen mitgemacht. Gewinne von über 500 % in Aktien waren ein paar Mal dabei. Aber leider habe ich wie andere auch viel verloren. Nach einer längeren Abstinenz während meiner Tätigkeit bei einem Lebensmitteldiscounter habe ich als Selbstständigkeit entscheidende Überlegungen zur Geldanlage angestellt.
Zum Einen wollte ich nicht mehr täglich nachsehen, wie die Aktien stehen. Die Höhen und Tiefen nehmen einen emotional zu stark mit. Zum Anderen wollte ich eine Struktur in mein Depot reinbringen in dem bisher immer nur ausgewählte Einzeltitel vertreten waren, die ich für gut befand. Eine Diversifikation des Depots fand also nicht statt. Alles aus heutiger Betrachtung risikoreich und spekulativ. Vor allem mit der Verlängerung der Spekulationsfrist ist es immer noch unlukrativer geworden einen interessanten Deal zu finden. Ein weiterer Grund für ein solideres Depot war der Grundgedanke an eine Sparform für das Alter. Sämtliche Lebensversicherungen und Rentenversicherungen in die ich Netto nur eingezahlt habe und nichts zu erwarten habe, habe ich daher in 2006 im Juni gekündigt. Zuerst dachte ich an schlechte Jahre und dass es besser wird, aber das stellte sich als Irrtum heraus.
Inzwischen ist mein Depot mit über 50 % satt im Plus und das ohne Stress. Die Anlageentscheidung habe ich im Dezember 2003 getroffen und seitdem an dem Depot nichts geändert. Welche Überlegungen hatte ich damals angestellt?
- Es soll kein Depot aus Einzeltiteln sein.
- Das Geld soll in Fonds investiert werden, damit mehr Diversifikation vorhanden ist.
- Die Fonds sollen in schlechten Zeiten wertstabil sein, aber Aufschwünge vernünftig mitmachen. Das heisst defensiv und offensiv zu gleich sein.
- Eine vernünftige Verteilung des Geldes auf verschiedene Kontinente bzw. weltweit muss gewährleistet sein.
- Gewinne an den Märkten von Morgen – Stichwort Emerging Markets.
Auf diese Weise fand ich den DWS Vermögensbildungsfond I für eine weltweite Anlage, den Fidelity FDS-Europe Growth A für eine Anlage in Europa. Diese beiden Werte stellen das solide Fundament dar. Daneben sorgen der Gartmore SICAV Emerging Market A – investiert weltweit in Emerging Markets – und der Griffin Eastern European Fund – investiert vor allem in Unternehmen in Osteuropa sowie zum Teil auch in Rußland – für eine Verbesserung der Depot-Performance. Wer sich von den Ländern der Emerging Markets seinen Arbeitsplatz klauen lässt, sollte sich lieber überlegen, wie er diese Leute für sich arbeiten lassen kann
))))) Die Emerging Markets stehen meiner Meinung nach selbst heute noch vor einer großartigen Entwicklung.
Sicherlich stellt dies ein Erfahrungsbericht dar und keine Empfehlung dieses Depot nachzuahmen. Denn an der Börse ist jedes Investment immer kritisch zu betrachten.
