Nov

2

2009

Restaurants fordern reduzierte Mehrwertsteuer

Abgelegt in Wirtschaft

Gastronomen fordern für Restaurants und Kneipen eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent zur Stärkung des Konsums in der Gastronomie.

Die CSU und die FDP hatten sich vor der Bundestagswahl klar für eine Senkung der Umsatzsteuer in der Hotelbranche und Gastronomie ausgesprochen. Nun fordern viele Gastronomen, dass den großen Worten auch Taten folgen. In Zeiten der Finanzkrise sitzt das Geld bei vielen Bürgern nicht mehr so locker wie früher.

Die Gäste müssen sparen und gehen auch weniger in Restaurants, Bars und Kneipen. Bleiben die Gäste weiter aus, müssen viele Restaurant-Betreiber um ihre Existenz fürchten. Ob die CSU und FDP ihr Wahlversprechen zur Senkung der Mehrwertsteuer im Restaurant-Gewerbe hält, ist fraglich. Im Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung bisher lediglich eine Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Beherbergungsleistungen (Hotels und Pensionen) zum 01. Januar 2010 angekündigt. Dies ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, es wurde hiermit aber nur ein Etappenziel erreicht.

Es versteht z.B. niemand, warum das Essen im Gehen und Stehen mit sieben Prozent gefördert und das Verzehren einer Speise in einem Restaurant mit 19 Prozent besteuert wird. Viele Gastwirte stehen unter starkem wirtschaftlichen Druck, z. B. durch zunehmende Konkurrenz von Bäckerei-Cafés. Gastronomen fordern daher eine Gleichbehandlung mit dem Lebensmitteleinzelhandel, Bäcker und Schlachter, wo seit Jahren sieben Prozent Umsatzsteuer gilt. Von einer Senkung des Mehrwertsteuersatz erhofft man sich mehr Wachstum und Beschäftigung im Gastgewerbe. Ein Wachstumseffekt in der Gastronomie durch eine möglich Steuersenkung wird aber nur Eintreten, wenn die Restaurants den Preisvorteil auch an die Kunden weitergeben.

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